Die Herkunft des Seiltricks liegt vermutlich im Orient. Die Darstellungen von orientalischen Gauklern, die an eine Bambusstange gestützt an einem Seil hochklettern, lassen darauf schließen.

1684 wurde ein deutsches Buch hergestellt, in dem solche Zauberkünstler dargestellt werden. Es gibt verschiedenste Vermutungen und Theorien über das Entstehen dieser Zaubereien. Zahlreiche Bücher geben unterschiedliche Informationen zu den verschiedenen Epochen und Entwicklungen der Zauberkunst. Die geschichtliche Entwicklung lässt sich dabei in Epochen einteilen. Nun soll aber zunächst auf die wahrscheinlich häufigste Methode des Seiltricks eingegangen werden.

Vermutlich benutzt der Magier, oder Zauberer, ein Spezialseil mit einem Befestigungshaken an dem einen Ende. Die Haken werden zunächst bei der Vorbereitung in der Mitte des aufgerollten Seils versteckt. Um den Trick auszuführen ist ein dünner, starker Draht notwendig, der an einem Baum, oder an einer Hauswand gespannt wird. Am Abend vor seinem Auftritt bereitet der Zauberer seine Ausrüstung unter dem gespannten Seil vor.

Die Zuschauer müssen so platziert werden, dass sie gegen das Sonnenlicht schauen und somit das Drahtseil nicht entdecken können. Beim Durchführen des Seiltricks wirft er das Seil so weit nach oben, dass der Haken an dem Draht hängen bleibt und der Junge an dem Seil hochklettern kann. Da dies alles für die Zuschauer nur gegen das Sonnenlicht sichtbar ist sehen sie nicht, dass der Junge mit dem Haken an den Baum, oder die Hauswand rutscht und das Seil von sich löst. Der Zauberer kann den Haken durch spezielles Ziehen lösen und das Seil fällt zu Boden. Natürlich erfordert der Trick eine hohe Geschicklichkeit von dem Zauberer, sowie auch von dem Jungen, der an dem Seil hochklettert. Außerdem ist es zwingend notwendig, dass die gesamte Vorführung für die Zuschauer nur gegen das Sonnenlicht sichtbar ist. Ansonsten würde die Magie für sie verloren gehen.