Thu 20 Sep 2007
Das Konzept einer Schiffsbeteiligung
Geschrieben von admin unter Finanzen
Viele sind auf der Suche nach einer geeigneten Kapitalanlage. Insbesondere für Anleger, die steuerorientiert investieren möchten, und ihr Kapital möglichst langfristig binden wollen, eignet sich eine so genannte Schiffsbeteiligung. Diese Art von Kapitalanlage gab es bereits schon vor ca. 150 Jahren, nur dass damals das Risiko viel größer war.
In der Regel ist das Risiko von einem Anleger heute auf seine Einlage beschränkt. Mittels einer Schiffsbeteiligung beteiligt sich der Anleger mit einer in der Regel festgelegten Summe an einer Schiffsgesellschaft.
Diese finanziert mit dem von unterschiedlichen Anlegern stammenden Einlagen dann den Kauf oder den Neubau eines Schiffes. Zum Teil wird auch noch Fremdkapital hierfür aufgenommen. Das gekaufte oder neu gebaute Schiff wird dann zu einer bestimmten Tagesrate verchartert, wobei die Laufzeiten der Charterverträge zwischen 4 und 8 Jahren liegen können.
Aus den Erlösen der Charterverträge werden dann unter anderem auch die Betriebskosten des Schiffes gedeckt, aber auch die Darlehen getilgt und die Ausschüttungen an die Anleger gezahlt. Ist die Marktlage günstig und die Charterverträge ausgelaufen, so wird das Schiff veräußert. Aus dem Veräußerungsgewinn erhält der Anleger dann noch eine so genannte Schlussbeteiligung, wobei die Laufzeiten bei dieser Anlageform relativ lange sind. Sie liegen in der Regel zwischen 5 und 20 Jahren und einen genauen Zeitpunkt für den Verkauf des Schiffes gibt es dabei nicht.
Der Ertrag bei einer derartigen Kapitalanlage ergibt sich neben dem Verkaufspreis vor allem aus dem jährlichen Reedereiüberschuss, der erwirtschaftet wird. Renditen sind nahezu steuerfrei und hängen vom individuellen Steuersatz des Anlegers ab. Ausschüttungen können dabei zwischen 5 bis 15 Prozent liegen.
Dieser Artikel wurde verfasst von: Michaela Schleußner