Zahngesundheit ist ein Bereich für sich. Vor allem seitens der Patienten hört man häufig von besonderen Ängste und Sorgen sobald eine zahnmedizinische Untersuchung ins Haus steht. Sogar viele Erwachsene scheuen den Gang zum Zahnarzt – in den meisten Fällen hat dies mit schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit zu tun, mit eventuellen Schmerzen, die ausgestanden werden mussten. Betrachtet man die Entwicklungen in der modernen Zahnmedizin gibt es eigentlich keinen Anlass zur Sorge.

Selbst Zahnimplantate sind für den Zahnarzt von heute ein Routineeingriff. Jede Art von Zahnersatz ist immer jedoch ein Gemeinschaftsprojekt. Während der Zahnarzt die Diagnose stellt, die Zähne dementsprechend vorpräpariert (zum Beispiel durch das Anfertigen eines Abdrucks), sind es die Techniker im Labor, die die Präzisionsarbeit leisten. Jedes Zahnimplantat ist eine maßgeschneiderte Individuallösung – ganz gleich um welches Material es sich dabei handelt.

Die Zahntechnik ist dabei bis heute geprägt durch ein hohes Maß an Handarbeit. Zwar bedienen sich die Mitarbeiter in den Dentallaboren auch moderner Computertechnik, doch nicht selten wird der letzte Schliff, die Feinarbeit, von Hand gemacht. Das macht Implantate aller Art so kostenintensiv. Und neben den reinen Personalkosten kommen ja auch noch die Materialkosten hinzu: mit einem Goldimplantat oder einem modernem Kunststoff liegt hier zumeist ein großer Teil der Gesamtrechnung, zu der der Aufwand des Zahnarztes noch addiert werden muss.

Daher gilt: Vertauen in die moderne Zahntechnik ist gut, Kontrolle und regelmäßige Pflege jedoch noch besser. Sowohl gesetzlich Versicherte als auch Privatpatienten sollten daher regelmäßig den Zahnarzt ihres Vertrauens aufsuchen. Denn je eher eine Zahnkrankheit diagnostiziert werden kann, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Auf Zahnimplantate ggf. verzichtet werden kann.

Veronika Dohmen, vdohmen@yahoo.de