Die wohl bekannteste venezianische Maske ist die “Bauta”.
Mit “Maschera” oder “Bauta” ist nicht allein Gesichtsbedeckung gemeint, sondern ein Arrangement aus diversen Kleidungsstücken, Accessoires und Karneval Zubehör.

So besteht die “Bauta” aus einer mit Spitzen besetzten Seidenkapuze, der gespenstischen weißen Maske “Larva”, dem “Tricorno” oder Dreispitz und einem bodenlangen, schwarzen Umhang, dem `Tabarro”. Die Maske wird mit dem Dreispitz am Gesicht gehalten, den man folglich nie abnimmt.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde die “Bauta” in Venedig zur Schau getragen und galt dort als Uniform des Adels.Anfangs wurde dieses venezianische Kostüm von Männern, bald darauf auch von Frauen getragen, die man gleichermaßen mit dem Titel “Signora Maschera”( Frau Maske) grüßte, einem Titel, der anonymer kaum sein konnte.

Aufgrund ihrer speziellen Formgebung konnte man mit den Masken essen und trinken, ohne sie abnehmen zu müssen. In Kombination mit der Kapuze und einem Dreispitz bewahrte die Larve perfekt die Identität des Trägers und ermöglichte ihm damit eine enorme Bewegungsfreiheit.

Könige und adlige Besucher der Lagunenstadt bewegten sich in diesem Karnevalskostüm unerkannt auf den Straßen und Plätzen, während das Volk die “Bauta” benutzte, um sich den Adligen an die Seite zu stellen, und mit diesen an den vielen festlichen Anlässen teilnehmen zu können.