Für den interessierten Hobby-Fotografen bieten sich mittlerweile eine scheinbar unüberschaubare Vielfalt von Hardware- und Software-Lösungen an, um ein Fotobuch zu erstellen. Zum einen ringen kommerzielle Applikationen wie iPhoto und Aperture für Apple Macintosh oder das vor allem als Dreingabe zu zahlreichen Digitalkameras gelieferte Adobe Photoshop Starter Edition für Windows um die Gunst des Benutzers.

Dazu gesellen sich aus der Welt der freien Software Programme wie Novell F-Spot oder digiKam für Linux. Zum anderen schlagen die Betreiber einschlägiger Foto-Verwaltungs-Websites wie Flickr oder Google Picasa eine Methode vor, bei der alle Bilder zunächst zentral auf Server hochgeladen und erst dort sortiert, skaliert, ggfs. nachbearbeitet, von Freunden kommentiert und letztendlich wieder auf gewünschte Zielmedien exportiert werden.

Die Integration zwischen den genannten Software-Paketen und Online-Diensten geschieht mit wechselhafter Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit über diverse offizielle und inoffizielle Plugins, also kleine Programmerweiterungen. Als ahnungsloser Freizeit-Anwender begiebt man sich auf diesem Wege sehr schnell in ein enges Netz aus Abhängigkeiten und Inkompatiblitäten, die das Risiko mit sich bringen, vom eigentlichen Ziel, dem ansprechend gedruckten Fotobuch, abzulenken.




Dazu gesellt sich als mögliche Lösung eine Reihe von Fotobuch-Anbietern, die unter Umgehung der oben genannten Ansätze eine vollständig eigenentwickelte Software anbieten. Diese Programme können quasi im Alleingang ein Fotobuch erstellen, ohne dabei auf andere proprietäre bzw. kostenpflichtige Produkte angewiesen zu sein - und das zunehmend oft sogar auf mehreren Systemplattformen - Windows, Macintosh oder sogar Linux. Außer der Digitalkamera bzw. deren gut gefüllter Speicherkarten und einer ausreichend schnellen Internetanbindung werden keine weiteren Software-Werkzeuge benötigt. Konsistente Benutzeroberflächen zwischen verschiedenen Betriebssystemen erleichtern einen schnellen Wechsel, z.B. zu Hause und bei der Arbeit.

Für welche Kombination aus Programmen auch immer sich der Anwender entscheidet - Hauptaugenmerk sollte bei allen netten Spielereien des Web 2.0 und des Social Networking immer auf dem letztendlichen Resultat, also dem hochwertig produzierten Fotobuch, bleiben. Die Zielgruppe, meist die eigene Familie oder der erweiterte Freundeskreis in der realen Welt, werden sich im Erfolgsfall schließlich eher beeindruckt nach der physischen Druckerei als nach den vorhergehenden digitalen Arbeitsschritten erkundigen.